Die Auto Union und der Munga

Im Jahre 1932 schlossen sich auf Veranlassung der sächsischen Staatsbank die Fahrzeughersteller Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union zusammen.

Im Juli 1945 erteilte die Sowjetische Militäradministration den Befehl zur fast vollständigen Demontage des Werks der Auto Union, da das Werk in der sowjetischen Besatzungszone lag.

Als neuer Standort wurde Ingolstadt ausgewählt, da es im Krieg nahezu unzerstört geblieben ist und weil eventuell nun leerstehende Kasernenanlagen genutzt werden könnten.

Am 17. August 1948 wurde die Auto Union AG im sächsischen Handelsregister gelöscht und anschließend in Ingolstadt die Auto Union GmbH gegründet.

Anfang 1949 begann der Neuaufbau. Die 112 Arbeitskräfte umfassende Belegschaft der Auto Union GmbH stellte bereits im März 1949 die erste RT 125/W und den neuen DKW Schnellaster auf der technischen Messe in Hannover vor.

Als Produktionsstandbein wurde die PKW- und Transporterherstellung gewählt, die Zweiradproduktion ist später im Jahre 1958 an die Nürnberger Zweirad Union verkauft wordem.

Damit eine Expansion gewährleistet werden konnte, suchte man nun 1 Jahr nach Wiederaufnahme der Produktion nach solventen Investoren.
1950 leistete der Schweizer Unternehmer Ernst Göhner eine Stammeinlage von 2,5 Mio DM, das Stammkapital der Auto Union erhöhte sich somit auf 5,5 Mio DM. Göhner hat bereits in den dreißiger Jahren Fahrgestelle von DKW in die Schweiz importiert und vorort Karosserien dazu gefertigt. So konnte er die damals gültigen Bestimmungen der Schweiz umgehen, die vorsahen, daß der Produktionsanteil in der Schweiz von 51% nicht unterschritten wurde.

1956 begann dann die Produktion des geländegängigen Mehrzweckwagens, M-Wagen genannt.

Anfang der sechziger Jahre erhielt dieser Wagen dann den Namen Munga - Mehrzweck Universal Geländewagen mit Allradantrieb. Bis Ende 1968 wurden davon ca. 46.750 Fahrzeuge hergestellt.

Ab 1965 wurden jedoch bereits erste Audi mit Viertaktmotor produziert. So wurde auch der Iltis in Ingolstadt entwickelt und hergestellt. Da Volkswagen jedoch im Jahre 1965 die Aktienmehrheit an der Auto Union erworben hatte, musste der Iltis mit dem VW-Logo verkauft werden.